20. Februar 2012

God bless America - Preview

Ihr habt aus Langeweile sicher auch schon einmal durch das Fernsehen gezappt und seid dabei auf die absurdesten Sendungen mit den seltsamsten Menschen gestoßen und dachtet euch dabei, "So blöd kann man doch gar nicht sein! -.-". Bei manchen kommt bei längerer Betrachtung solcher "Hartz 4"-Sendungen wohl dann auch teilweise eine Wut auf die Gesellschaft auf. Eine Wut, die wohl stets unterdrückt, ignoriert und schlussendlich von der eigenen Vernunft, Gleichgültigkeit oder Feigheit (je nach dem) getilgt wird. Nun kommt bei uns bald ein Film in die Kinos, dessen Inhalt die Auslebung dieser Wut darstellt. Und zwar auch noch aus den Staaten! God bless America!




Ein Mann um die 40 Jahre, der nichts mehr zu verlieren hat, entscheidet sich nämlich genau dazu, alle unvernünftigen, nervigen, dummen, asozialen, "anstrengenden" und bösen Menschen, anstatt durch verbaler Zurechtweisung, einfach mit Hilfe einer kleinen Handfeuerwaffe und einer minderjährigen Schülerin durch den Tod zu bestrafen. Und ich ziehe meinen imaginären Hut (einen echten besitze ich nämlich nicht... NOCH nicht) vor dem- oder derjenigen, dem diese Fantasie nicht auch schon einmal durch den Kopf geschossen ist. Hihihi "durch den Kopf geschossen". ^_^

Wie dem auch sei, das offizielle Veröffentlichungsdatum in den USA ist der 6.April. Bei uns wird der Film dann wohl zirka einen Monat später erscheinen. Ich jedenfalls freue mich auf dieses Werk. Die Präsentation durch den Trailer ist ja immerhin schon unterhaltsam genug, um diesen Film im Auge zu behalten.

santi

19. Februar 2012

Star Wars - Episode 1: The Phantom Menace ......3D!!!

"Waaaas, du hast dir Star Wars 3D im Kino angesehen? Aber bist du normalerweise nicht ein Anti-Kommerz-Mensch?" Jaja, ich weiß, die Filme jetzt alle auf 3D herauszubringen ist reine Geldmacherei. Aber was soll ich machen? Ich bin nun mal ein Star War Fanboy und ich liebe diesen Franchise einfach! Nur stoße ich hierbei tatsächlich auf ein Problem, welches mir seit der Existenz meines Blogs so noch nicht unter meine Finger kam. Ihr seht, da die Saga wahrscheinlich schon von sehr vielen Leuten gesehen wurde, kann ich leider nicht mehr sehr viel neues darüber berichten. Und mit so etwas musste ich mich noch nie konfrontieren, da die meisten Dinge, die ich reviewe, auch niemand kennt! Das wird wohl mein kürzester Post bis dato...



Gleiche Story, gleiche Schauspieler, wenig neues. Das ist eine 1-zu-1-Kopie des Originals aus dem Jahr 1999. Welch Überraschung! Die einzigen Veränderungen waren wieder nur die berüchtigten George Lucas'schen digitalen Überarbeitungen. Hier ein Effekt aufpoliert, hier ein virtuelles Viech mehr am Bildschirm. Wer Episode 1, im Gegensatz zu mir, nicht studiert haben sollte, dem oder der werden die Neuerungen wohl kaum auffallen. Einzig und allein Yoda wird den meisten hier ins Auge springen. Denn, wie viele von euch noch wissen, wurde er ja in Episode 1 immer noch mit einer Puppe dargestellt. In der neuen Fassung wird er aber vollkommen und sehr herzlos von einem CGI-Klon wegradiert. Die Dreidimensionalität ist auch eher ein nettes Gadget, um Kunden zu locken, und sehr unspektakulär umgesetzt.

Tja, das war es eigentlich auch schon mit meiner "tiefgründigen" Analyse. Denn einen Film, der vor 13 Jahren (fuck, bin ich alt geworden! O_O) in die Kinos kam, mag ich eigentlich gar nicht mehr kritisch beurteilen. Erstaunlicherweise hat mir die Vorstellung trotzdem gefallen. Denn der Nostalgieeffekt war, bei mir zumindest, immens hoch. Ich fühlte mich permanent in die Zeit damals zurückversetzt, als ich mit neun oder zehn Jahren (weiß es leide nicht mehr genau) mit meinem großen Bruder ins Kino gegangen bin und mich begeistern habe lassen. Auf der anderen Seiten sind die Eintrittskosten von 11€ doch, um Jar Jar Binks zu zitieren, recht "frech". Nun ja, es bleibt jedem selber überlassen, ob einem ein Kindheitsbackflash dies wert ist... oder man macht es einfach so wie ich und spielt den ganzen Tag im Sommer Pokémon Blau und Rot!

santi

14. Februar 2012

Ziemlich beste Freunde

Nun mal wieder zu einem etwas aktuelleren Film. Ich kann ja schließlich nicht permanent über Filme schreiben, die es nicht mehr im Kino zu sehen gibt. Und zwar erzähle ich euch ein bisschen über die französische Produktion Intouchables (deutscher Titel.: Ziemlich beste Freunde). Meine erste Aufmerksamkeit lockte der Film durch seinen witzigen und herzigen Trailer auf sich. Dabei dachte ich mir: "Hm, ja, vielleicht sehenswerter als der ganze restliche Müll, der zurzeit in den Filmschauhäusern gezeigt wird." Meine zweite Aufmerksamkeit lockte der Film auf sich, als er eine Woche nach der Premiere auf einmal auf Platz 1 der Charts war. Und die dritte Aufmerksamkeit? Dafür war es leider schon zu spät, denn auf einmal saß ich bereits im Kinosaal! o_O


Meine Verwunderung darüber, wie ich denn dorthin gekommen war, verflog schnell, denn schon in den ersten paar Minuten zieht der Film die Zuschauer/innen in den Bann. Ziemlich beste Freunde erzählt die Geschichten von Philippe, einem immens reichen, aber leider vom Hals abwärts gelähmten Aristokraten, und Driss, einen Kleinkriminellen aus dem Armenviertel, der sich zur Zeit darum bemüht, Arbeitslosengeld zu bekommen, da ihn ohne Ausbildung leider niemand nehmen will. So viel scheint die beiden also nicht zu verbinden. Ihre Wege treffen sich schlussendlich, als Philippe wieder einmal eine neue Pflegekraft sucht, da er die meisten entweder nicht ausstehen kann, oder sie einfach das Handtuch werfen. Wirklich ernst nimmt Driss seine Bewerbung aber nicht, will er doch nur eine ablehnende Unterschrift, damit er einen Beweis für das Arbeitsamt vorlegen kann, tatsächlich auf Jobsuche gewesen zu sein. Was dieser aber nicht kommen sieht ist, dass Philippe Driss's Aufrichtig- und Ehrlichkeit dermaßen sympathisch findet, dass er ihn sofort auf Probe einstellen will und lädt diesen auch ein, in seiner Villa zu wohnen. Eine Pflegekraft sollte ja schließlich rund um die Uhr erreichbar und schnell zur Stelle sein. Und so beginnt eine sehr einzigartige Freundschaft!

Zum einen schaffen es die überaus hervorragend besetzen Schauspieler, den Film so denkwürdig machen. Und zwar nicht nur die beiden Hauptdarsteller François Cluzet und Omar Sy, sondern auch die Nebenrollen sind sehr gut gespielt und man bemerkt, dass jeder sichtlich Spaß bei den Dreharbeiten gehabt hat. Kaum zu glauben ist fast schon, dass Omar Sy mit der Rolle des Pflegers eine seiner ersten großen Rollen spielt. Dafür gab es nicht nur von mir ein Daumenhoch, sondern auch gleich eine Auszeichnung für den Prix Lumière (Pariser Filmfestspielpreis und nein, ich weiß nicht, wie es ausgesprochen wird...) und eine Nominierung für den César (quasi der französische Oscar). Mit der Wahl von François Cluzet konnte das Castingteam eigentlich nichts falsch machen, hat er doch bereits genug Erfahrung in der französischen Filmszene gesammelt und einen hohen Bekannheitsgrad erreicht.

Zum anderen ist es aber auch die Präsentation. Das Thema mag auf den ersten Blick sehr ernst wirken und eine humorvolle Umsetzung des Drehbuches, welches übrigens auf einer wahren Geschichte beruht, bizarr und sehr schwer wirken lassen. Regisseur Olivier Nakache schafft es hier aber wirklich eine Basis aufzubauen, um jedem das eigene Handicap eventuell mit ein bisschen Selbstironie betrachten lassen zu können.
Ein Beispiel: Philippe hat einen Hyperventilierungsanfall, woraufhin Driss diesen zu einem nächtlichen Spaziergang in Paris mitnimmt, damit dieser frische Luft tanken und sich quasi die "Beine vertreten" kann. Um ihm auch ein wenig die Schmerzen zu nehmen, dreht Driss, lässig wie er nun mal ist, Philippe auf offener Straße vor einem Lokal einen Joint und hält ihm diesen hin. Wegrennen kann dieser ja ohnehin nicht. *facepalm* Und solche Szenen gibt es wie Sand am Meer.
Nach und nach lernt Philippe mit der Hilfe von Driss Leichtigkeit sein eigenes Leiden als essentielles Teil seines Lebens zu akzeptieren, und zwar nicht mit der Denkweise: "Ich bin gelähmt, deshalb kann ich nicht mehr so viel machen. Ich bleibe aber trotzdem der selbe Mensch wie vorher". Nein! Sondern: "Ich bin gelähmt, deshalb bin ich nun der, der ich bin und kann manche Dinge nun anders betrachten und genießen."

In Summe ist Intouchables also eine Komödie, die man als "erfrischend anders" bezeichnen kann, und gegen Ende bei manchen Kinobesuchern sicher sogar die ein oder andere Träne fließen lässt. Trotz des Themas "Querschnittslähmung" ist der Film stets spaßig und, mir fällt einfach kein besseres Wort dafür ein, herzig! Ihr könnt ihn euch durchaus auch auf Deutsch ansehen. Die Synchronisation ist nämlich ebenfalls sehr hochwertig und generell steht der Film großen amerikanischen Hollywoodproduktionen um nichts nach. Wenn ihr euch diesen Winter noch einen Film im Kino ansehen wollt, der euch in Erinnerung bleibt und euch zum Lachen und zum Nachdenken und vielleicht sogar dazu verleitet, ein bisschen Sentimentalität ans Tageslicht zu bringen, dann bitte diesen hier!

santi

11. Februar 2012

Bahnwärter Thiel

Eigentlich hatte ich ein Experiment geplant. Nämlich den Film Tree of Life zusammen mit dem Buch Bahnwärter Thiel in einem Review zu kombinieren und zu vergleichen. Beide, Regisseur Terrence Malick und Autor Gerhart Hauptmann, bedienen sich in ihren Werken nämlich exzessiv dem Stilmittel Bildersprache. Da aber ein so langer Text meine LeserInnen höchstwahrscheinlich langweilen würde und mir komparatistische Arbeiten wohl eher weniger liegen, entschloss ich mich dagegen und zaubere einfach ein zweites Review aus dem Ärmel. Wenn sich jemand nicht für Bücher interessieren sollte, der kann jetzt getrost das Browserfenster schließen und gehen. "Tschüss Leute!!!" *aufsteh und den Raum verlass*





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Haha nein, nur Spaß! Zwar ist allgemein bekannt, dass ich nicht der größte Bücherliebhaber bin, aber wenn die Geschichte gut und einnehmend erzählt ist, sowie das Buch mich nicht mit einer krotesken Anzahl an Seiten demotiviert, lese ich gar nicht so ungerne. Zwar schlafe ich meistens sofort nach zehn Seiten ein, aber lustig ist es trotzdem. Und speziell dieses Buch, mit einer Reklamausgabe von nur sechzig Seiten, kommt mir hier sehr entgegen. ... Ich sollte wirklich mehr lesen, oder? -.-


Die Hauptfigur ist der titelgebende Thiel. Dieser lebt ein einfaches und schlichtes Leben. Er steht auf, arbeitet im Schichtdienst als Bahnwärter, kommt nach Hause und schläft wieder. Seine Liebligsabwechslung ist der sonntägliche Gang in die Kirche. Erstaunlichweise hat er sogar eine Frau. Eigentlich könnten beide nicht unterschiedlicher sein. Er: groß, muskulös und stark, raue Haut. Sie: klein, grazil, schlank, sanfte Haut. Die einzige Gemeinsamkeit, die sie besitzen, ist wohl ihre Verschwiegenheit. Nach geraumer Zeit bekommen sie ein Kind zusammen, welches sie Tobias taufen. Natürlich kümmert sich Thiels Frau um das Baby, da Thiel ja arbeiten muss. Da so eine Geschichte aber keine Motivation liefert, weitergelesen zu werden, lässt Hauptmann, genau wie Malick in The Tree of Life, eine Figur sterben. Eine Tragödie ist doch gleich viel lesenswerter! Doch anders als Malick, lässt Hauptmann nicht ein Kind, sondern die Ehefrau sterben, was Thiel nun mit der Erziehung von Tobias alleine lassen würde. Daher sucht er sich nach einer kurzen Weile eine neue Frau, welche das vollkomme Gegenteil seiner ersten Gattin zu sein scheint. Ich könnte jetzt mit Adjektiven um mich werfen, aber wenn ich den Begriff "mollige, starke Bauernfrau" fallen lasse, wird der Großteil von euch schon wissen, was ich meine. Diese sieht tatsächlich immer noch eine Bedrohung ihrer Ehe durch Tobias, da er ja die Brut ihrer Vorgängerin war. Neid und Machtwünsche äußern sich dadurch, dass sie, die zweite Ehefrau (mir will der Name einfach nicht mehr einfallen), Tobias schlecht behandelt, schickaniert und teilweise sogar psychischer Folter oder physischer Gewalt aussetzt. Fast schon so, als ob sie einen Eindringling oder ein Ungeziefer loswerden will.

Soviel mal zur Inhaltsangabe. Zu viel will ich euch ja nicht verraten, da ihr selber lesen solltet, wie Thiel auf dieses Verhalten seiner neuen Ehefrau reagiert und welche Konsequenzen gezogen werden. Wie bereits erwähnt, spricht die Hauptfigur Thiel nur sehr wenig. Dadurch kommen logischerweise auch nicht viele Dialoge mit den anderen Charakteren der Geschichte zustande. Wenn man nun eine Geschichte erzählen will, die Personen in dieser aber nicht sehr viel miteinander reden, was bleibt einem dann noch übrig, um die Emotionen und Gedanken der Figuren zu expressieren? Genau! Man lässt die Umwelt einfach die Gefühle darstellen. Wenn nun Thiel zum Beispiel einen beunruhigenden Gedanken hat, beschreibt der Autor einen Sturm, der zeitgleich draußen tobt. Hat sich sein Gemütszustand beruhigt, so beschreibt er einen sanften Sonnenuntergang. Durch den krassen Mangel an verbaler Informationsübertragung bleibt dem Leser/der Leserin auch genug freier Interpretationsraum bezüglich der Gedanken Thiels. *Thumbs up*

Auf der anderen Seite kann dieser Freiraum aber auch fatal werden. So ist oft nicht verständlich, warum zur Hölle nie Tacheles geredet wird, sondern lieber beschrieben wird, wie stark der Wind weht oder wie hoch die Sonne gerade steht. Dennoch fand ich Bahnwärter Thiel ganz lesenswert und empfehle es, als schnelle Lektüre für zwischendurch, durchaus weiter. Besonders zugesagt hat mir, dass die Heranziehung von Metaphern als Parallele für eine potentielle Psychoanalyse des Hauptcharatkeres wesentlich besser funktioniert hat als bei Malick.

santi

10. Februar 2012

La piel que habito

Getreu meinem "februaischen" Motto (hihi Monatsnamen in Adjektive umzubilden ist sinnlos und höchst amüsant zugleich) folgt ein weiterer Artikel, welcher verstaubt in den Tiefen meines Entwurfkellers vor sich hinschlummerte. Dieses Mal handelt es sich um einen Film, den ich mir Anfang Dezember bereits im Kino ansah, aber meine Gedanken diesbezüglich nie virtuell oder real niederschrieb. Vamonos!


La piel que habito (Die Haut, in der ich wohne) ist eine spanische Produktion aus dem Jahr 2011. Was den Film nun so besonders macht, ist nicht die Tatsache, dass sie alle Spanisch sprechen. Nein! Sondern die überaus außergewöhnliche Handlung. Die Hauptfigur Robert Ledgard (leider kein sehr spanischer Name), hervorragend gespielt von Antonio Banderas, trägt nämlich seit Jahren die Last mit sich, seine Frau bei einem tragischen Autounfall verloren zu haben. Sie erlag nämlich ihren Verbrennungen. Da er selbst ein Chirurg ist, steigt er kurz darauf in die experimentelle Schönheitschirurgie um und versucht eine neue Haut zu entwickeln, welche immun gegen Verbrennungen werden soll. Zuhause hält er sich deshalb, anders kann ich es leider nicht formulieren, eine junge Frau, die sich scheinbar freiwillig dazu bereiterklärt hat, sich Teile dieser neuen Haut transplantieren zu lassen. Doch an der Freiwilligkeit hapert es ein klein wenig, verbringt die grazile Dame ihren Alltag doch stets in ein und dem selben Zimmer eingesperrt und wird von Überwachungskameras permament beobachtet. Daaaaa kann ja was nicht stimmen! Das ist kurzum die Basis der Geschichte, die nach und nach immer ein wenig mehr upgefuckter wird. In der Vergangenheit ist nämlich die Tochter Roberts das Opfer einer versuchten Vergewaltigung geworden. Das erlittene Trauma projeziert sie aber auf ihren Vater, sodass sie in ihm den Täter sieht und schlussendlich sogar Suizid begeht. Das belastet diesen wiederrum so sehr, dass er sich auf die Suche nach dem wahren Täter macht. So wird also zuerst die Gegenwart gezeigt, dann die Vergangenheit. Am Ende des Filmes schließt dann die Vergangenheit endlich auf, sodass der Zuseher/die Zuseherin die Geschichte der Gegenwart besser verstehen kann und warum die Charaktere am Ende so handeln, wie sie es tun. Ein ziemlich interessanter Erzählstil also. Hat mich sogar ein bisschen an das Werk Memento erinnert.

Der Film beinhaltet auch einen recht kleinen und sehr überschaubaren Cast, wodurch sich die Entfaltung der Handlung auf wenige Charaktere beschränkt und diese besser beleuchtet werden können. Man merkt eindeutig, dass es keine Hollywood Produktion ist, aber die Darsteller geben stets ihr Bestes. Besonders Antonio Banderas hat stets einen genialen Blick drauf, wie es ein wahnsinnig werdender Schönheitschirurg wahrscheinlich tatsächlich hätte. Zumindest stelle ich es mir so vor, aber gesehen habe ich, zugegebenermaßen, noch keinen.

Es ist von vornherein klar, dass es sich um keinen spektakulären Kinofilm handelt, sondern um einen abendfüllenden Fernsehfilm für erwachsenes Publikum, aber dennoch ist es der Film wert gesehen zu werden. Mir sind die zwei Stunden im Kinosaal jedenfalls wie im Flug vergangen und die paar Euro habe ich gerne dafür bezahlt. Und nur zu gerne wäre ich sogar noch länger dort sitzen geblieben, um zu erfahren, wie es nun weitergehen wird. Da es sich aber nunmal um ein Melodram handelt und um keinen actiongeladenen Thriller, wird der Film wohl nicht jedem zusagen.

santi