25. November 2012

Family Guy: Back to the Multiverse - Preview

Zwar habe ich mir vorgenommen stets jeden Sonntag einen neuen Artikel zu veröffentlichen, aber nach einiger Probezeit verwerfe ich diesen Plan wieder, da dies mich nur unnötig stresst und damit meine mehr oder weniger geniale Kreativität beeinträchtigt. Nun sitze ich hier vor meinem Laptop und überlege mir neue Texte, und muss traurigerweise feststellen, dass man Inspiration nicht erzwingen kann. In anderen Worten: MIR FÄLLT NIX EIN! Also werde ich mir selbst den zeitlichen Druck wieder von meinen Schultern nehmen und dann schreiben, wenn ich gute Ideen bzw. Lust habe. Dann finde ich auch sicher wieder mehr Spaß am Schreiben und ihr am Lesen.




In der Zwischenzeit stelle ich euch eine Videospielneuerscheinung vor! (Damit ja niemand behaupten kann, ich sei ein fauler Sack. -_-) Nicht nur Futurama, Die Simpson und Southpark (ab März 2013) haben es. Nein, auch The Walking Dead, Sherlock Holmes und Doctor Who haben sie: gleichnamige Videospiele! Und dieses Wochenende schrieb sich für viele überraschend Family Guy nun ebenfalls in diese Liste ein. Das Resultat ist ein 3D-Action-Adventure, in welchem man in die Haut von Baby Stewie und Familienhund Brian schlüpft. Es ist also quasi eine verlängerte Stewie-Brian-Episode, welche man selber spielen kann. Die Geschichte ist eine Anlehnung an die berüchtigte Multiversum-Folge der Serie. Der böse Zwillingsbruder von Stewie, Bertram (wer mit diesem Namen gestraft ist, kann ja nur ein Superbösewicht werden), versucht diesen zu töten und reist deshalb in verschiedene Paralleluniversen um Chaos zu stiften und Stewie in eine Falle zu locken. Schießend und springend versucht das ungewöhnliche Heldenduo nun dies zu verhindern. Und laut ersten Spielberichten und Ingame-Bildern wird sehr viel geschossen. Hauptaugenmerk wird nicht auf innovatives oder geistig anspruchvolles Gameplay gelegt, sondern auf viel Humor und Action. Muss ja nichts schlechtes sein, aber leider fahrt die Umsetzung sehr viel Kritik ein. Und das interessanterweise nicht von professionellen Spieletestern, sondern von normalen Spielern! Auf Metacritic liegen zwar noch nicht viele Kommentare vor, jedoch diejenigen, die schon online sind, vernichten diesen Titel regelrecht. Besonders Grafik und Spielmechanik scheinen sehr faul programmiert worden zu sein und es sollen auch diverse Performanzprobleme während des Spielens auftreten. Natürlich müsste man Family Guy: Back to the Multiverse selbst spielen, um diese Aussagen beurteilen und bestätigen zu können, aber für 40€ auf Steam wirkt es eher wie ein "Money Grab" von Activision und die Lust, diesen Titel tatsächlich auszuprobieren, scheint wieder in weite Ferne gerückt. Einziger Lichtblick ist der eingebaute kooperative Modus, welcher uns erlaubt, zusammen mit einem Freund die Stadt und verschiedenen Dimensionen von Quahog zu erkunden. Und zu zweit macht sowieso alles viel mehr Spaß! Also vielleicht schaue ich mir Family Guy: Back to the Multiverse doch irgendwann näher an, vorausgesetzt es findet sich ein williges Opfer...

santi

19. November 2012

Da-Reun Na-Ra-E-Suh

Die Viennale ist vorbei und ich habe reichlich nachzuschreiben, denn so viele Filme wurden gesehen. Ganze 2 an der Zahl... Fleißig war ich! xD Wie dem auch sei, diese gilt es zu reviewen, obwohl mir das bei "künstlerischen" Filmen schwerer fällt als bei den Blockbuster in den Multiplexxen. Oft komme ich mir nämlich vor, als sei ich einfach nur dumm und würde den tieferen Sinn eines solchen Filmes nicht verstehen. Besonders stark kommt dieses Gefühl auf, wenn alle im Kinosaal, nachdem die Credits fertig heruntergerollt sind, in tosendem Beifall applaudieren und ich einfach stumm in meinem Sessel sitze und mir denke "WTF? Also entweder habe ich 'was verpasst oder ihr seid einfach alle Mitläufer ohne Geschmack.". Bleibt halt die Frage offen, was wahrscheinlicher ist... 
Und wie konnte es anders kommen, dass bei Da-Reun Na-Ra-E-Suh (In another Country), eine südkoreanische Produktion mit einer französischen Hauptdarstellerin, eben genau dieses Muster wieder eintrat. Immerhin war ich dieses Mal nicht der Einzige, der sich dem Geklatsche und dem sozialen Druck am Ende des Filmes nicht unterwerfen wollte.




Die Geschichte beginnt in einem kleinen Strandort im abgeschiedeneren Teil Südkoreas. Die Kamera zeigt die Französin Anne, die scheinbar einen alten Jugendfreund besucht, welcher immer noch leichte Gefühle für sie hat. Um einen klaren Kopf zu bekommen erkundet sie die Stadt und versucht Smalltalk mit Leuten zu führen. Dies funktioniert nur sehr holprig, denn weder kann Anne Koreanisch, noch die Bewohner der Stadt Französisch. Nun sehen wir uns einen 1 1/2 Stunden langen Film an, in dem sich alle Menschen mit gebrochenem (in diesem Fall erbrochenem) Englisch unterhalten. Sounds like fun! Unter anderem lernt sie auch einen netten, Klischee-beladenen (er ist maskulin und scheinbar nicht ganz helle im Kopf) Rettungsschwimmer kennen. Dieser interpretiert ihren Smalltalk aber als Flirtversuche ihrerseits und macht am darauffolgenden Abend wiederrum Annäherungsversuche seinerseits. Die Charaktere sind alle sehr oberflächlich gezeichnet und man weiß eigentlich nicht genau, was sie denken und warum sie sich für gewisse Handlungsakte entscheiden. Wie es danach weitergeht, habe ich leider vergessen. Denn schon zu diesem Zeitpunkt schaltete mein Gehirn auf Leerlauf.

Es wurde aber abrupt aus seinem Wachkoma gerissen, da auf der Leinwand auf einmal ein jüngeres, koreanisches Mädchen zu sehen war, welches in ein Tagebuch hineinschrieb und mit einer Off-Stimme folgenden Text erzählte: "In der zweiten Episode sehen wir nun eine verheiratete Hausfrau, ...blablabla". Auf einmal sieht man die gleichen Leute auf der Leinwand, die sich mit den gleichen Namen gegenseitig ansprechen, jedoch, so scheint es, vollkommen andere Charaktere spielen und sich auch anders verhalten. "Okay", denkt sich mein Gehirn, ohne dem Wissen, dass es sich um andere Charaktere handelt. Denn auf dieses Faktum muss man selbst draufkommen, da es an keiner Stelle erklärt wird. "Also entweder die spielen jetzt andere Charaktere, die nur zufällig gleich heißen. Oder es handelt sich um ein Paralleluniversum. Auf der anderen Seite stand in den Filmrezessionen nichts von Science Fiction drinnen. Oder die Hauptcharaktere sind immer noch die gleichen, aber durch die Bank alle schlagartig schizophren geworden. Und falls es andere Charaktere sein sollen: spielen die zeitlich nacheinander oder sind es unabhängige Geschichten? Und wenn es voneinander unabhängige Geschichten sind, sind diese in der Welt dieses Films real oder auch einfach nur von diesem Gott-Mädchen erfunden?" Diese verheiratete Hausfrau mit dem Namen Anne, gespielt von der gleichen Französin (Isabelle Huppert), will anscheinend ein Abenteuer erleben und trifft sich in dem Strandort mit ihrem koreanischen Liebhaber gleichen Alters. Da dieser zu spät kommt, motiviert sie sich die Stadt zu erkunden. Stadt erkunden, das kennen wir doch von vorher! Ihr Liebhaber kommt sie endlich abholen und sie besuchen den Strand, wo Anne Smalltalk mit dem Rettungsschwimmer führt, was ihren Liebhaber sehr zur Eifersucht und dementsprechend zur Weißglut treibt. Smalltalk mit Rettungsschwimmer...das Muster hatten wir doch auch schon! Immer noch veranlasst mich nichts dazu, jedwede Sympathie für die Charaktere zu entwickeln, da sie einfach viel zu hohl sind. Zu Beginn dachte ich auch, der Film sei eine Anspielung auf Lola rennt! oder Krzysztof Kieślowski's Drei-Farben-Trilogie. Filme, in denen immer wieder der gleiche Handlungsstrang aufgegriffen wird, aber stets ein entscheidendes Detail an einer bestimmten Stelle verändert wurde, was die Handlungsstränge dazu veranlasst, vollkommen verschiedene Wege einzuschlagen. Vielleicht besteht ja noch Hoffnung für diesen hier...

Und BAM! Das südkoreanische Mädchen taucht wieder auf der Leinwand auf und schreibt wieder in ihrem Tagebuch. "In dieser dritten Geschichte...". "Oh Gott, der Scheiß beginnt NOCHMAL von vorne???" Fragend und verzweifelt blicke ich zu meinem Bruder hinüber, welcher sich bereiterklärte sich mit mir diesen Film anzusehen. Seine Seele wurde aber bereits verschlungen, denn nicht nur liegt sein Kopf nach hinten in seinem Nacken, auch Sabber rinnt ihm aus den Mundwinkeln. Vielleicht ist er auch einfach nur eingeschlafen, wecken wollte ich ihn trotzdem nicht. Denn seine Träume sind mit Sicherheit unterhaltsamer als dieser Streifen. Oh, wie ich ihn beneidete! Als guter Bruder hätte ich ihm den Speichel vielleicht abwischen sollen ...ich war anderweitig beschäftigt. Nämlich dem grandiosen Drehbuch zu folgen, welches anscheinend in zwei Tagen auf einer Toilette geschrieben wurde, weil der Autor dort mit einer Magendarmgrippe festsaß. In der dritten Episode besucht die Französin Anne Südkorea um über ihre Scheidung hinwegzukommen. Sie unternimmt einen Stadtrundgang (wie originell) und trifft unseren Rettungsschwimmer (noch origineller). Ganz ehrlich: ich habe vergessen wie der Film ausgeht.

Das einzig Gute an diesem Film sind, und jetzt kommt's, die koreanischen Schauspieler! Meine Fresse, jeder von denen verkörpert seine Rollen (so schlecht sie auch geschrieben sind) super und mit Ambition. Sie bemühen sich richtig, dass die Figuren plausibel und halbwegs realistisch auf das Publikum wirken. Mein Bruder versuchte zwar die Leistung von Isabelle Huppert zu verteidigen, aber meiner Meinung spielt sie alle ihre Figuren vollkommen überzeichnet. Wäre ich in der mentalen Lage gewesen zu lachen, hätte ich es auch getan. Und warum liebt dieser Regisseur es so sehr, die immer gleichen Kameraeinstellungen zu nehmen?

Soll der Film nun eine Anspielung auf die babylonische Sprachverwirrung sein und wie sehr Menschen aneinander vorbeireden können? Oder will er zeigen, dass soziale Normen (zum Beispiel: Flirtrituale) in anderen Kulturkreisen verschieden wahrgenommen werden? War der Film vielleicht nur als Experiment gedacht, die gleichen Menschen für verschiedene Rollen einzusetzen? Oder vielleicht nur eine Isabelle Huppert One-Woman-Show. Unabhängig von diesem unbekannten Entstehungsgedanken scheitert das Endresultat fast schon kläglich daran eine klare Botschaft zu vermitteln, und nach dem Verlassen des Kinosaals bleibt wenig Raum um sich über diesen Film konstruktiv zu unterhalten. Man versucht eher herauszufinden, was das alles zu bedeuten hatte und es in einen Zusammenhang zu bringen. Vielleicht war auch genau das das Ziel von Regisseur Hong Sang-soo, nämlich dass er seinem Film keine Botschaft verleihen wollte und der Zuseher sich am Ende selbst eine Interpretation zusammenreimen soll, kann oder muss. Scheinbar hat diese Absicht besser gefruchtet als ich es für möglich hielt während dem Kinobesuch. Denn nach der Vorstellung gab es den in meiner Einleitung besagten Applaus und ständig wurden über die gleichen Witze gelacht. Ich fand diese aufgesetzten Belustigungsversuche eher traurig und damit, so denke ich, bin ich nicht der Einzige, wenn man die 6er-Wertungen auf Metacritic und IMDB begutachtet. Vielleicht ist der Film ja eh besser als ich es mir selbst und mit diesem Artikel auch euch versuche einzureden, aber er hat mich persönlich, andere scheinbar nicht, einfach in so vielen Belangen gestört, verwirrt und gelangweilt...


santi

11. November 2012

Thailand: Koh Phi Phi

Woooooh! Da bin ich wieder! Lange ist es her, seit ich hier das letzte Mal reingeschrieben habe. Aber meine Leserzahl ist wahrscheinlich eh so gering, dass es wohl nur wenigen, aber dafür umso treueren Lesern aufgefallen ist. xD Wie dem auch sei, ich war einen Monat zusammen mit 2 Freunden in Thailand und wir kamen Anfang Oktober wieder zurück. Warum ich erst jetzt schreibe? Zum Einen wollte ich mich erst wieder einmal aklimatisieren. Dort unten hat so geil warmes Wetter geherrscht und hier in Mitteleuropa friere ich mir meinen Arsch ab. Da braucht es eine gewisse Gewöhnungsphase. -_- Und zum Anderen hat die geliebte Uni wieder angefangen und ich wollte nicht wie im vorigen Semester gleich zu Beginn den Anschluss verlieren. Hat mehr oder weniger gut geklappt. Und nun ja, hier sitze ich nun wieder und überlege mir, ob ich einfach wieder von Null auf 100 losschreiben soll. Also quasi meinen Entwurfkeller aufräume. Oder ich lasse mir etwas Originelleres einfallen und berichte über die Städte und Orte, die wir in Thailand besucht haben! Immerhin kann man ja mehr als nur Bücher, Filme und Spiele zusammenfassen und bewerten. Könnte also interessant werden...




Wo fang ich an, wo fang ich an? Hm, am besten klappere ich geistig einfach nochmal Ort für Ort ab. Also, der Beginn unseres Thailandtrips war auf Koh Phi Phi. Da es sich um eine Insel handelt muss man per Fähre hin. Diese fahren in der Nebensaison leider nur 3mal täglich. Also achtet lieber darauf, entweder in der Hauptsaison zu fahren oder rechtzeitig aufzustehen und euch zum Pier zu begeben. Die "großen" Orte, von welchen man Koh Phi Phi ansteuern kann, sind Phuket und Krabi, und die Überfahrt dauert (je nach Seegang) 1 1/2 bis 2 Stunden. Angekommen auf Phi Phi wird man schon mit dem ersten Ärgernis konfrontiert: es gibt eine Inselsteuer. Diese beträgt zurzeit zwar nur 50 Eurocent, aber ich finde, diesen Preis hätte man gleich in das Schiffticket einbinden können. Wo soll man denn hin, wenn man schon dort auf der Insel ist und keine 20 Bhat (50€cent) zur Verfügung mehr hat? Hier zwingt man den Besuchern diese Gebühr regelrecht auf, was mir sehr unangenehm aufstieß und die Thais ein bisschen geldgierig darstellt. "Der weiße Europäer hat sicher das Geld!". Immerhin wird diese geringe Gebühr offiziell für Aufräumzwecke verwendet, da auf der Insel doch recht viele Touristen herumlaufen und die Umwelt sehr unter dem weggeworfenem Müll leidet. Von diesen Aufräumabsichten war bei aller Antrengung ironischerweise nichts zu sehen. Vielleicht wurde das Geld ja in Alkohol investiert, denn Koh Phi Phi hat sich im letzten Jahrzehnt (seit der Erscheinung des Filmes The Beach zu einem Backpackerzentrum verwandelt und sich dem Kommerz regelrecht verschrieben bzw. ihm hingegeben. Dementsprechend viel wird dort auch gefeiert. Die preiswerteren Hotels waren selbst in der Nebensaison fast ausnahmslos überfüllt, sodass wir ein bisschen tiefer in die Tasche greifen mussten, was sich im Nachhinein sogar als ein Glücksfall herausgestellt hat. Denn dadurch befand sich unser Zimmer in einer Nebenstraße und nicht auf der Hauptstraße oder direkt im Zentrum, was in der Nacht sehr angenehm war, wenn leider auch nicht immer. Denn Phi Phi kann in der Nacht sehr SEHR laut werden. Die Partys konzentrieren sich zwar auf die Lokale und den Strand, aber auf der Insel gibt es fast nur Lokale und Strand! Alles ist auf Tourismus und Party ausgelegt. Gelegentlich wird man auch von Taucherschulen, Laundry-Servicen, Internetcafes und Souvenirständen überrascht, von denen es auch mehr gibt als Sand am Meer liegt. Lange mussten wir suchen, bis wir endlich ein Lokal gefunden haben, dass "thailändisch" wirkte und ausschließlich thailändische Speisen anbot. Dessen Authentizität wurde schlussendlich von den geringen Englischkenntnissen des Kochs bestätigt. Und wo war dieses Lokal? In einer Nebenstraße einer Nebenstraße hinter einer Reihe Souvenirstände am Rande des Waldes... Immerhin hatten wir dort unsere Ruhe von dem ganzen Trubel.


 Zwischen den Felsen von Koh Phi Phi Leh schwimmen.


Abgesehen von den Bade- und Tauchmöglichkeiten, und halt den all-abendlichen Saufgelagen, gibt es auf Phi Phi nicht so viel zu tun. Die einzig beiden Sehenswürdigkeiten sind der Aussichtspunkt auf dem nahegelegenen Berg (wenn man will kann man anschließend eine Wanderung durch den angrenzenden Wald/Dschungel auf eigene Faust wagen) und die Nachbarinsel Koh Phi Phi Leh. Bei der Überfahrt zu dieser sollten weniger robuste Menschen vielleicht eine Kotztüte mitnehmen, denn so ein kleines Longtailboot kann von den Wellen ordentlich durchgeschleudert werden! Dennoch zahlt sich dieser Kurzbesuch auf jeden Fall aus! Erfreulicherweise ist Koh Phi Phi Leh in der Nebensaison nicht allzu überlaufen, und man kann Maya Beach und die Bademöglichkeiten fast in Ruhe genießen. Das Wasser ist vollkommen durchsichtig und lauwarm. Also ideale Voraussetzungen die Badehose anzuziehen! Natürlich nur, wenn man schwimmen gehen will. (Mal schauen wer diesen Wink mit dem Zaunpfahl versteht. xD) Ansonsten bewundert man die wunderschönen Pflanzenüberwucherten Hänge, die Fische im Wasser und die kletternden Affen am Wasserrand, und fängt den ein oder anderen Schnappschuss.

Die Familientauglichkeit von Koh Phi Phi zweifle ich stark an. Ja, es gibt abgelegenere Resorts, in denen man die Partyszene auf der übrigen Insel nicht mitbekommt, und die Strände und das Meer sind einfach herrlich. Aber sich ständig durch die Touristenmengen durchschlagen zu müssen ist auch nicht das Wahre! Für Phi Phi plant man am besten 2 Tage am Rande der Hauptsaison ein. In der Nebensaison ist die Insel nämlich fast genauso überfüllt, aber in der Hauptsaison regnet es nicht so häufig. Und auf dieser Insel kann der Regen im wahrsten Sinne aus dem Nichts kommen! In diesen besagten 2 Tagen hat man höchstwahrscheinlich alles wichtige gesehen und getan: Party, Schnorcheln, Tauchen, Phi Phi Leh, Aussichtspunkt, am Strand liegen und sich bräunen lassen. Koh Phi Phi ist auf jeden Fall einen Abstecher wert, aber man sollte nicht das Goldene vom Ei oder eine verträumte einsame Insel, die man im Robinson Crusoe-Stil erkunden kann,  erwarten. Außer natürlich, man steht auf Strand, Tauchen und Party. Obwohl sich hierfür die Golfinseln Koh Samui, Koh Tao und Koh Phangan besser anbieten.

santi

26. August 2012

Welcome to Hell

Bücher, sooo viele Bücher zum Lesen. Ihr habt ja keine Ahnung, wieviele von den Dingern ich über die Jahre gesammelt habe und nie wirklich aufgeschlagen habe. Da ich vor wenigen Tagen immer noch keinen neuen Laptop hatte (jetzt aber schon, YAY) und ich eines Nachts auch nicht einschlafen konnte, nahm ich eines dieser Buch zur Hand. Musste ja schließlich viel zum Lesen aufholen. Außerdem passte der Ort des Buches irgendwie zu meiner bevorstehenden Thailandreise. Obwohl, hoffentlich nicht...




Wie der Titel so schön verrät, war Colin Martins Aufenthalt in Tailand kein so erfreulicher. Aber ich fange lieber mal von vorne an. Colin Martin war ein irischer Schweißer und Geschäftsmann. Anfang der 90er hat er seine eigene kleine Firma aufgemacht, welche sich damit beschäftigte, Schweißer auszubilden und als Leihkräfte zu verleihen. Zuerst expandierte die Firma in europäische und später auch in asiatische Länder. Bei einem seiner geplanten Deals wurde er in Bangkok übers Ohr gehauen und um eine halbe Millionen Dollar erleichtert. Da er selbst nun pleite war, seine Kollegen und Angestellten kein Vertrauen mehr zu ihm hatten und seine Frau ihn verlassen hat, begab er sich auf eine zweijährige Suche quer durch Thailand, um die Männer zu finden, die ihn ausgetrickst hatten. Erstaunlicherweise findet er diese beiden Männer sogar und möchte Gerechtigkeit walten lassen... und natürlich sein Geld zurückhaben. Durch korrupte Polizisten geschieht aber genau das Gegenteil. Bei der Festnahme des zweiten Schurken kommt es nämlich zu einem Faustkampf mit dessen Bodyguard, welcher zwar von Colin überwältigt werden, aber auch fliehen konnte. Auf einmal gilt dieser Bodyguard nicht nur als vermisst, sondern auch als tot. Einer der beiden Betrüger bezichtigt Colin nun als mutmaßlichen Mörder seines Bodyguards. Natürlich verteidigt Colin seine Unschuld, aber wird durch stundenlange Folter der Polizei weichgekocht und zu einem Geständnis gezwungen. Daraufhin landet er in einem der brutalsten, gefährlichsten, unhygienischsten und menschenunwürdigsten Gefängnissen der Welt. Im restlichen Buch über schreibt Colin, wie das Leben im Gefängnis so war und wie er vergeblich versuchte, eine faire Verhandlung vor Gericht zu erhalten.

Das erschütternde an Welcome to Hell ist, dass es auf wahren Erlebnissen von Colin Martin basiert und dieser autobiografisch und auschließlich aus der Ich-Perspektive berichtet. Und glaubt mir, es ist nicht einfach, sich selbst zu überwinden und das, was dieser Mann niederschrieb, zu akzeptieren. Denn nicht nur die Ungerechtigkeit und die brutale Folter der Polizei, sondern auch die Lebensverhältnisse in den Haftanstalten sind unglaublich. Man mag es fast nicht wahrhaben, dass es solche Orte auf der Welt gibt und dass andere Menschen in der Lage sind, anderen so etwas anzutun. Colin Martin ertrug es 8 harte Jahre lang und entschloss sich schlussendlich, seine Geschichte niederzuschreiben. Ihm war, so schreibt er gegen Ende des Buches, durchaus bewusst, dass viele Leute, die sein Buch lesen werden, ihm wahrscheinlich keinen Glauben schenken werden, da sie die beschriebenen Grausamkeiten nicht wahrhaben wollen oder vielleicht gar nicht verstehen. Um seine Geschichte bei Skeptikern zu untermauern, fügte er die wenigen Fotos, die ihm während seines Gefängnisaufentaltes erlaubt wurden, hinzu. Und sein Schreibstil wirkt nun wirklich nicht wie der eines professionellen Schriftstellers. Er beschreibt in seinen eigenen Worten, was er gesehen und erlebt hat.

Zu Beginn des Buches wirkt alles immens surreal, da Colin ja auf zwei Betrüger, die ihre Betrügereien im großen Stil organisieren und es hauptsächlich auf Firmen und Geschäftsmänner abgesehen haben, hereinfällt. Teilweise ist einem während dem Lesen unbegreiflich, wie Colin Martin auf die Ausreden und die Tricks dieser Betrüger so naiv hereinfallen konnte. Dann sinnierte ich kurz darüber und kam zu dem Entschluss, dass dies doch vielen Leuten leicht passieren hätte können. Er glaubte halt an das Gute im Menschen und dachte nicht darüber nach, dass man ihn so verarschen würde. Sein Drang nach Gerechtigkeit wurde dann unbarmherzig vom thailändischen Justizsystem, welches im Buch von vorne bis hinten als korrupt rüberkommt, niedergeknüppelt und er wurde für seine Gutmütigkeit bestraft. Einige werden sogar einen ganz neuen Blick auf die Länder Südostasiens bekommen.

Ich weiß nicht wirklich, was ich mit diesem Artikel erreichen will. Wahrscheinlich will ich nur, dass so viele Leute wie möglich von dem, was Colin Martin zugestoßen ist, erfahren. Persönlich finde ich, dass er sich doch sehr naiv und sogar ein bisschen dümmlich bzw. fahrlässig verhalten hat. Auf der anderen Seite ist es durchaus menschlich, Fehler zu machen. Dass er aber so bitter in seiner Sehnsucht nach Fairness enttäuscht wird, ist einfach unbegreiflich. Das Buch liest sich sehr schnell und obwohl das Beschriebene in einem einen Kotzreiz verursachen kann, ist es doch immens mitreißend. Ob es taktisch klug war, genau dieses Buch vor meinem Thailandaufenthalt zu lesen, ist natürlich fraglich. xD Ich empfehle es trotz des schwermütigen Inhaltes auf jeden Fall weiter und wünsche Colin für sein restliches Leben alles Gute!

santi

21. August 2012

Prometheus - Dunkle Zeichen

Lange freute ich mich darauf, Prometheus endlich sehen zu können. Das neueste Werk von Ridley Scott versprach auch viel. Neue Fragen UND neue Antworten zur Alien-Saga. Nach fast einer ganzen Dekade mittelmäßiger Hollywoodschinken, befürchteten einige, Ridley Scott hat seit seinen letzten großen Hits Gladiator, Black Hawk Down und Hannibal das Handwerk verlernt und werde wohl bald Opfer seines Alters. Diese scheinbar beginnende Senilität sei in seinem letzten Film Robin Hood unverkennbar der neue Marionettenspieler, welcher Ridley die Fäden der Macht aus der Hand nahm und nun selbstständig agiere. Der Gute ist auch immerhin schon 75. In dem Film Königreich der Himmel erkannte man schon seinerseits eine leichte negative Tendenz Richtung schlechtem Storytelling. Den Höhepunkt fand dieser Trend vor 2 Jahren in eben den gerade genanntem Film Robin Hood. Auf der anderen Seite machte der erste Teaser zu Prometheus (hier zu sehen auf Youtube) den Eindruck, der alte Lehrmeister des Science Fiction Genres besinne sich wieder auf seine alten Fähigkeiten und erweckte Hoffnung auf Großes. Ridley Scott versprach Großes. Was dabei herauskam, ist ein visuell sehr imposanter Film, welcher es seit langem wieder versteht, die 3D-Technologie halbwegs effektiv einzusetzen, ohne dabei das Publikum potenziellen Kopfschmerzen oder Brechreizen auszusetzen. Aber leider ist er ein inhaltlich sehr magerer Einheitsbrei, welcher durch seine immens einfältigen Drehbuchkonzepte und fast schon psychisch gestörten, von Stereotypen durchtränkten und unrealistisch gezeichneten Charakteren jeglichen Anspruch auf eine seriöse Bewertung auf einer 10-Punkte-Skala verliert. Und ja, ich bin mir durchaus bewusst, dass ich hier gerade die Worte "Unrealistisch" und "Science Fiction" im selben Zusamenhang verwende. Aber nur weil es ein Science Fiction Film ist, bedeutet dies nicht, den Personen kein Gehirn mit auf ihrem Weg geben zu können. Wer mich kennt, weiß, dass gutes Aussehen alleine bei mir nicht ausreicht, eine bessere Note zu verleihen. Geschweige denn, die Optik in das endgültige Zeugnis miteinfließen zu lassen. Dementsprechend lege ich bei Spielen großen Wert auf Spielmechanik, Geschichte und Steuerung. Da es bei einem Film mangels der Tatsache, dass er eben nur ein Film ist, keine Steuerung oder sonstige Interaktionsmöglichkeiten gibt, wiegt sich das Gewicht der Geschichte wesentlicher auf ein gutes Kinoerlebnis auf.




Die Einleitung war lang, darum wird die Inhaltsangabe umso kürzer und zynischer ausfallen.
Im Jahr 2093 fliegt das Raumschiff Prometheus zu einem erdähnlichen Mond. Diese Idee ist übrigens überhaupt nicht von James Cameron geklaut. Die Crew befindet sich in einem Kältetiefschlaf, wobei sie interessanterweise problemlos träumen können. Währenddessen "bewacht" der Android David das Raumschiff, damit sie in den leeren Weiten des Universums ja nicht ein Eichhörnchen überfahren oder aus der Kurve rutschen. Er sorgt dafür, dass die Triebwerke online bleiben, da man im Weltall ja permanent einen Antrieb braucht und nicht von alleine durch die Gegend fliegen kann, isst und trinkt, schaut fern und verbraucht noch auf allerlei andere Art und Weise wertvolle Ressourcen. Ein Android kann sich ja leider nicht so elegant wie ein Mensch auf Standby schalten...

Bei dem Mond angekommen werden die Crewmitglieder von David aufgeweckt und lernen sich zum ersten Mal kennen und werden über ihre Mission gebrieft. Das Stellenangebot in der Zeitung muss der totale Hammer gewesen sein, dass ich mich für eine jahrelange, Lichtjahre von der Erde entfernte Mission einschreibe, ohne vorher zu erfahren, wer meine Kollegen sein werden, wie lange die Reise dauern wird oder was überhaupt meine Aufgabe sein wird. *seufz* Bei diesem Briefing wird erklärt, dass die Hauptwissenschaftlerin an Gott glaubt, keiner auf dem Schiff sich verpflichtet fühlen muss, bei wissenschaftlichen Entdeckungen dies den anderen mitzuteilen, und achja, die Suche nach intelligentem Leben, welches vielleicht die Menschheit erschaffen hat.

Auf dem Mond angekommen finden sie nach zehn Sekunden schon genau das, was sie suchten: Zeichen von intelligentem Leben, nämlich gerade Striche. Wirkliches Zitat: "Gott erschafft nicht in geraden Linien". Eine unter dem Mikroskop betrachtete Schneeflocke oder komplexe Molekularverbindungen weisen ja auch keine geraden Striche auf. Übrigens: der Mondplanet ist 10mal größer als die Erde, was ihre sekundenlange Suche sehr seltsam macht. Aus meiner Sicht hätten sie diesen Ort schon nach 5 Sekunden finden müssen! 

Wie dem auch sei, dort gelandet, besprechen sie nicht etwa einen Einsatzplan oder verteilen Aufgaben und Rollen. Dies ist auch nicht wirklich notwendig, da jeder nur ein Stereotyp ist und lediglich dazu dient, irgendwann einen Satz zu sagen, um den Plot voranzutreiben, oder zu sterben. Dies scheint jeder Person vollkommen bewusst zu sein. Also macht sich die Hälfte der Crew kurz vor Einbruch der Dunkelheit auf zu dem gerade entdeckten Gebäude, ohne vorher nach anderen Zeichen von künstlichen Gebildnissen oder Städten Ausschau zu halten. Apropos Stereotyp: der Schwarze stirbt am Ende und ist der Coolste von allen. Aber das sollte euch ohnehin nicht überraschen.


Rapace als weibliche Heroine. Man beachte bitte ihren weltfernen Blick.


In dem runden Gebäude, welches sie "Pyramide" nennen *seufz*, kartografieren sie mithilfe von selbstsuchenden, fliegenden Dragonballs die Umgebung und gehen los. Nachdem eine von den Pseudowissenschaftlern das Luftgemisch analysiert hat, meint sie, dass der CO2-Wert im Inneren der runden Pyramide nicht toxisch und die Luft im Grunde atembar sei. Kluge Wissenschaftler wie alle nunmal sind, nehmen sie prompt alle ihre Helme ab und empfangen ihre Idioten-des-Jahres-Awards. Es können ja sonst keine anderen giftigen Gase, tödliche Viren oder Bakterien in der Luft herumschwirren. Dass sie ihre Keime nun in die Atmosphäre pumpen stört auch niemanden. Auf ihrem Weg weiter ins Innere fassen sie alles mögliche mit ihren Patschehänden an und übertragen Video- und Audiosignale in die Prometheus, ohne diese zu speichern oder archivieren. Aber warum sollten sie das alles aufzeichnen? Empirische Wissenschaft funktioniert nun mal so, dass man alles blindlings angreift und KEIN Protokoll führt. Auf einmal finden sie einen toten Alienkörper und sind nicht darüber schockiert, dass es doch intelligentes Leben im Universum gab. Auf der Erde gibt es das ja scheinbar nicht. Also nehmen sie den Kopf des Außerirdischen mit, welcher glücklicherweise schon vorher enthauptet war, und gehen wieder zum Schiff zurück. Dies machten zwei von ihnen schon vorher, da sie ja nur Geologen sind und so ein totes Alien keine große Entdeckung in ihren Augen darstellt. Klug wie sie sind verlaufen sie sich in der Pyramide und klug wie alle anderen im Raumschiff sind, versuchen sie nicht, sie per Funk durch das Gebäude in die Freiheit zu lotsen. Randbemerkung hier: die ganze Zeit über kartografieren die Dragonballs das Gebäude und übertragen ein 3D-Modell ins Raumschiff, damit die Leute dort die Crew lokalisieren kann. 

Also warum lotsen sie die beiden Verirrten nicht einfach hinaus?!?! BOOOAH, ich bin so knapp davor, mein eigenes Zimmer zu demolieren, weil einfach alle, ALLE (außer den Dragonballs) Idioten sind. Sie sind nicht dumm, sondern wirkliche IDIOTEN!!!! Nur ein einziges Mal tat jemand etwas, was in meinen Augen total logisch, vernünftig und nachvollziehbar war. Nämlich eine der anderen Personen mit einen Flammenwerfer zu grillen! Obwohl ich euch ehrlich sagen muss, ich hätte dies nach einer Weile ohnehin aus reiner Mordlust getan. "Wissenschaftliche Expidition", so ein Pupskack. Ridley Scotts Visionen von unserer Zukunft mögen zwar düster sein, aber in dem Film hier lässt er einen anderen Film wiederauferstehen. Idiocracy! Denn anscheinend bekommt jede Nuss in den 2090er einen Abschluss an der Uni und darf sich Doktor oder Professor nennen. Weiter möchte ich mit der Inhaltsangabe nicht fortfahren, da ab dieser Stelle die sogenannte spannende Handlung beginnt und ich vielleicht endgültig einen Zuckaus auslebe. Wobei dies auch nicht wirklich zutrifft, da Prometheus zwar eine Anlehnung an Alien ist, aber die Horrorelemente zugunsten von Actionszenen und schöner Grafik opfert.


 Der grandiose Fassbender als Android David. Der Typ
gewinnt sicher irgendwann einen Oscar!


Die Schauspieler sind durch die Bank gut und glaubenswürdig gespielt. Für ihre hirnlosen Charaktere und das überaus schlecht und fragwürdig geschriebene Drehbuch können sie ja nichts. Besonders herausstechend ist Michael Fassbender, welcher den Android David spielt. So kühl und emotionslos, dabei doch so überlegt, überlegen und intelligent wie er eben diesen verkörpert, können bestimmt nicht viele. Noomi Rapace, die Sigourney Weaver spielt... eh ersetzt, spielt auch hervorragend. Der einzige, der wirklich ein penetranter Fehlgriff des Casting-Teams war, ist Guy Pearce als 100 Jahre alter Peter Weyland. Guy ist 45 und spielt einen 100 Jahre alten Mann. Warum? WARUM nimmt man nicht einen ALTEN Schauspieler, sondern klatscht ihm so viel Latex Makeup in sein Gesicht, sodass man den Darsteller darunter ohnehin nicht mehr erkennen kann? Kurzweilig wurde ich sogar an die CGI-Orgie aus Benjamin Button erinnert. Wahrscheinlich hegt Ridley Scott eingeheim einen Groll gegen Guy Pearce und hat so nur versucht, ihn geschickt  und unauffällig unter seiner Maske zu ersticken. Ich mag Guy Pearce (Memento, The Time Machine), aber hier war er ein Fehlgriff.

Weswegen auch immer dieser Film bei den Kritikern eine gute Bewertung erhalten hat, bleibt mir ein Rätsel. Die einzige plausible Erklärung hierfür wäre, dass die kollektive Intelligenz der Menschheit jetzt schon zu degradieren anfängt und alle nur noch sabernd vor den Glotzen sitzen, um sich schön aussehende Filme anzusehen und dabei jegliche Ansprüche an ihr Gehirn fallen lassen. Sogar der hochrespektierte Hollywoodkritiker Roger Ebert gab dem Film eine volle Punktezahl. "labeling it a "magnificent ... blend of story, special effects and pitch-perfect casting, filmed in sane, effective 3-D that doesn't distract." und "Ebert thought that the plot, in raising questions and not answering them, made the film "intriguing" and in the "classic tradition of golden age sci-fi".

Entweder sind meine Standards zu hoch oder die der anderen zu niedrig. Ich jedenfalls bin sehr enttäuscht von Prometheus, vorallem deshalb, da im Vorhinein so viel Marketing unternommen wurde und sogar extra Internetseiten wie zum Beispiel die zu Weyland Industries eingerichtet wurden, um die Fans zu teasen. Warum diesen enormen Aufwand, wenn dann so etwas herauskommt? Und warum lässt man so viele Fragen unbeantwortet und erzeugt neue, noch verwirrendere Fragen? Ich werde es wohl nie verstehen...

santi



PS:
Hier verlinke ich euch noch zwei Websites, welche es sich zum Hobby gemacht haben, sämtliche Plotlöcher und Logikfehler zu einem eigenständigen Drehbuch zusammenzufassen. Das Durchlesen zahlt sich auf jeden Fall aus, vorausgesetzt, man kennt den Film zu dem jeweiligen Drehbuch bereits. Ich verlinke dieses Mal aber direkt zu den Prometheus-Skripten. Danke Bernd, dass du mir diese Seiten gezeigt hast! ^^
bbot-badtranscript: prometheus
the-editing-room: prometheus